Foto: Kinder in Loumbila

SCHULE FÜR LOUMBILA
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Das Schulfest

Hallo, das Schulfest war natürlich schon am Samstag, aber mein Papa ist nicht ins Internet gekommen, oder es war zu langsam. Das mit dem Internet ist hier in Afrika nicht so einfach. Ich bekommt meine Berichte also immer ein bisschen später.

Gestern war das große Schulfest. Das Fest begann mit einem Fussballmatch zwischen der Löwenklasse und der Elefantenklasse. Meine Oma machte den Ankick.

Einige Buben spielten mit Schuhen, es waren eigentlich Sandalen, andere barfuß. Der beste Spieler spielte nur mit einem Schuh. Alle anderen Kinder feuerten die Mannschaften an. Das Match ging unentschieden aus.

Danach trat eine Trommel und Tanzgruppe auf. Sie bestand aus sieben Männern und zwei Frauen. Ich fand es sehr lustig, weil auch die Männer Baströckchen trugen und damit einen Art Bauchtanz machten.

Dann traten noch einige andere Tanzgruppen auf.    

Als nächstes führten Kinder aus der Schule lustige Theaterstücke auf. Die Schauspieler sprachen Mòoré (die Sprache der Mossi) Dr. Issa übersetzte den Text auf Englisch und mein Papa erklärte mir den Inhalt. Bei einem Theaterstück ging es darum, dass ein Mann seine 5 Töchter in die Schule schickte und sein Nachbar spottete ihn dafür aus, weil er lieber seine Töchter die Esel hüten ließ. Als die Kinder erwachsen waren, brachten sie ihm viel Geld und reparierten ihm das Haus und kauften ihm ein Auto. Auch schickten sie Ihre Kinder damit er nicht alleine ist und die Kinder die Schule besuchen können. Nun wollte der Nachbar auch Geld von ihm. Da sagte der Mann: „Ich habe mich um meine Töchter gekümmert, du um Deine Esel. Also gehe zu Deinen Eseln!“

Nun trat ein Mädchen vom Volk der Flulbe, die hier auch Fulani oder Poell genannt werden, ganz alleine auf und sang, später sang ein Fulani Kinderchor mit und alle tanzten. Da war es aber schon zu dunkel um Fotos zu machen.

Danach wurde Omaoma gefeiert zu ihrem 92.Geburtstag. Alle Schulkinder hatten Kerzen  und setzten sich genau so auf den Boden vor der Schule, dass sie die Zahl 92 bildeten. Zwei Buben ritten auf Eseln neben Omaoma. Dann schnitt Omaoma einen Geburtstagskuchen an und verteilte Stücke. Danach durfte ich auf einem Esel reiten.

Dann wurden Ansprachen gehalten. Auch ich hielt auf Deutsch eine kurze Rede, die mein Papa auf Englisch und Dr. Issa auf dann Mòoré übersetzte. Ihr könnt mir glauben, ich war sehr aufgeregt. Zum Glück gab es ein Mikrofon.

Nun wurde endlich das Essen verteilt, es gab 600 Portionen Hörnchen mit Sauce. Jedes Schulkind bekam auch ein Sackerl mit Popcorn und Süssigkeiten. Das sind die einzigen Naschsachen, die die Kinder im Jahr bekommen. Inge, mein Papa und ich hatten keinen Hunger. (Ich glaube, ich habe ganz vergessen, euch zu erzählen wer Inge ist. Sie ist eine Freundin von meiner Mama und begleitet Omaoma auf der Afrikareise, uns sie arbeitet auch sehr fleißig im Verein mit. Ihr habt sie ja schon auf dem Foto beim König gesehen.) Also schenkten wir unser Essen Kindern, die keine Portion mehr bekommen hatten, weil sie nicht in die Schule gehen. Dann waren wir schon sehr müde und fuhren nach hause.

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Kommentare: 3
  • #1

    Mama (Dienstag, 24 Januar 2017 08:05)

    Liebe Luise! Ich bin sehr stolz auf dich, Du hast vor sooooo vielen Menschen und Kindern eine Rede gehalten. Wieviele Menschen waren da. Es gibt 6 Klassen mit jeweils 40 Kindern. Jedes Kind hat Mama und durchschnittlich mindestens 3 Geschwister. Bei der Hälfte der Kinder waren sicher auch entweder Oma oder Opa da. Wow

  • #2

    Regina (Dienstag, 24 Januar 2017 20:08)

    Hallo Luise,
    da kannst du wirklich stolz auf dich sein ,vor so vielen Menschen eine Rede halten ,ist sehr mutig.
    Deiner Omaoma wünsche ich Alles Gute zum Geburtstag !
    Regina

  • #3

    Gabi & Michi (Mittwoch, 25 Januar 2017 21:29)

    Hallo Luise!
    ihr habt ja ein recht volles Program. Man sieht, dass sich die Kinder in der Schule sehr bemüht haben und ein tolles Fest vorbereitet haben. Hast du dich mit wem angefreundet?
    p.s. Ich finde deinen Kleid sehr fesch!