Foto: Kinder in Loumbila

SCHULE FÜR LOUMBILA
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Besuch in Loumbila 2013

Alice Felber verteilt das Mittagessen
Alice Felber verteilt das Mittagessen

Im Jänner 2013 besuchten Dr. Gertrude Harrer gemeinsam mit dem Vereinsmitglied Alice Felber die Schule in Loumbila. Ziele der selbstverständlich privat finanzierten Reise waren die Übergabe der Moskitonetze aus der Weihnachtsaktion 2012, sowie die Besichtigung der Fortschritte im Ausbau der Schule. Weiters wurden mit dem Direktor der Schule notwendige Anschaffungen auf dem Gebiet der Lehrmittel beprochen. Hier können Sie den Bericht von Alice Felber aus Loumbila lesen.

Burkina Faso – Ouagadougou waren anfangs nur zwei Wörter, lustig anzuhören, schwer auszusprechen und ohne jeglichen Zusammenhang.

Der Empfang am internationalen Flughafen war mit solch Herzlichkeit und Wärme, dass es mir die Sprache verschlug. Mich kannte man dort nicht, doch dies ließ man mich nicht eine Sekunde lang spüren. Ich war vom ersten Moment ein Teil der Familie.

Madam Tenbo hatte für uns einen Wochenplan erstellt, der sämtliche kulturelle wie auch soziale Programmpunkte enthielt.

Zusammen besuchten wir die Kinder der Tenbo – Schule in Loumbila.

Dr. Issa hatte eine Vision und hatte sich einen Lebenstraum erarbeitet, den er mit Hilfe von Fr. Dr. Harrer und zahlreicher spendefreudiger Helfer aus Österreich verwirklichen konnte. Die Kinder armer Familien aus den umliegenden Dörfern können nun in die Schule gehen und werden dort mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Dies ist das Besondere an dieser Schule, denn wie ich später bei einem Besuch beim Landesschulinspektor erfuhr, ist es keineswegs selbstverständlich. Essen ist etwas Besonderes.

Anlässlich des Aufenthaltes von Fr. Dr. Harrer wurde das Weihnachtsfest verspätet gefeiert. Aus diesem Grund verbrachten wir den ganzen Sonntag in der Tenbo-Schule in Loumbila. Wir haben den Kindern beim Unterricht zugesehen, haben mit ihnen gemeinsam Mittaggegessen und gerastet. Am Nachmittag durfte ich mit den Madames das Essen für abends zubereiten. So manche hiesige Hausfrau kann sich da einiges abschauen. Leider weiß ich nicht wie viele Leute zur Weihnachtsfeier gekommen sind, aber es wurde unheimlich viel gekocht. Die Schulkinder, deren Geschwister, Eltern, Großeltern, Tanten u.v.m. waren eingeladen.

Es war ein sehr gemütliches Fest und die Kinder haben sich über ihre Weihnachtsgeschenke sehr gefreut: eine Tüte Popcorn, Chips, zwei Zuckerl und einen Lolli.

Die Einwohner von Burkina Faso sind sehr stolze Leute. Mein Anstand verlangte, dass ich vor jedem fotografieren von Personen, diese um ihr Einverständnis bat. Auch bei Kindern fragte ich vorher die Mutter und nicht einmal winkte man mir ab und ich bekam ein NO zu hören. Ich bekam sehr schnell heraus welche Frauen fotografiert werden wollten und welche nicht. Die jungen Männer konnte ich mit einem Deal überzeugen und durfte von ihnen Fotos machen, nachdem sie mich fotografierten.

Diese Woche ist so schnell vergangen und ich weiß nicht was mich mehr beeindruckt hat. Dass es in diesen scheinbar aussichtslosen Lebensumständen und Zukunftsaussichten einen Idealisten gibt, der trotz Hindernisse es geschafft hat seinen Traum zu Leben oder die Menschen, die Tag ein Tag aus den Kampf ums Überleben aufnehmen. Dieses Land ist voller Traditionen und Religionen (friedlich) die durch Praktiken, Riten und Erzählungen weiter gegeben werden. Es wird nicht gefragt: „Wer bist Du?“, „Welcher Religion gehörst Du an?“, „Was hast Du?“ oder „Was kannst Du?“. Es geht um zwischenmenschliches Miteinander, ob man sich sympathisch ist…..und es funktioniert…..

Ich bin mit einem weinenden und einem lachenden Auge abgeflogen. Ich werde alle sehr vermissen, aber ich weiß sie sind auf einem sehr guten Weg und gemeinsam werden wir es schaffen….Es ist viel zu tun…. 

 

Alice Felber, Jan 2013